Abgemeldet ist nicht erledigt: Digitale Nomaden, die US-LLC und der lange Arm des Finanzamts

Shownotes

Die Nomaden-Gleichung – Abmeldung plus keine Wohnung gleich Deutschland erledigt – enthält drei stille Annahmen, und alle drei sind falsch. Diese Folge zerlegt sie im Stresstest:

Die Abmeldung ist ein Verwaltungsakt gegenüber dem Meldeamt, kein Steuerbescheid. Wer nirgendwo lebt, ist nicht automatisch nirgendwo steuerpflichtig: Das deutsche Außensteuerrecht kennt eine erweiterte Steuerpflicht, die Deutsche nach dem Wegzug in Niedrigsteuergebiete – oder ins steuerliche Nirgendwo – bis zu einem Jahrzehnt begleiten kann. Die Pointe, die selbst Berater übersehen: Geprüft werden nicht „Interessen in Deutschland", sondern Einkünfte, die keinem ausländischen Staat zuzuordnen sind. Das heimatlose Einkommen des Laptop-Unternehmers ohne Betriebsstätte irgendwo fällt nicht durchs Raster – es fällt hinein. Wer nirgends ansässig ist, hat zudem keinen Schutz aus einem Doppelbesteuerungsabkommen.

Zur US-LLC: eine legitime, bewährte Rechtsform – ob sie steuerlich transparent oder intransparent behandelt wird, entscheidet der Rechtstypenvergleich im Einzelfall. Für den Ortlosen führen beide Wege nicht aus dem Problem: transparent landen die Einkünfte direkt bei ihm; intransparent reist der Ort der Geschäftsleitung im Handgepäck mit.

Und die ehrliche Einordnung, die Sie sonst nirgends hören: Ein veröffentlichtes Urteil, das den klassischen digitalen Nomaden beim Namen nennt, ist nicht bekannt – wer den Bescheid im Briefkasten als Gewissheit verkauft, dramatisiert. Warum das Risiko trotzdem ernst gehört: Risikoarithmetik statt Angst. Mit vier Prinzipien: Ankommen statt Ortlosigkeit, die Zehn-Jahres-Uhr, die dokumentierte Akte, die Prüfung des eigenen Falls.

Kapitel: 0:00 Der Satz, auf dem Zehntausende Pläne ruhen 2:30 Drei stille Annahmen – und ihr gemeinsamer Konstruktionsfehler 7:30 Der lange Arm: die Logik hinter der Vorschrift 13:00 Die US-LLC: warum sie die Frage nicht beantwortet 17:00 Der Stresstest – und ein Satz, den Sie sonst nirgends hören 21:00 Vier Prinzipien für einen belastbaren Plan 24:00 Fazit und Ihr Fahrplan

Das schriftliche Briefing zur Folge: https://www.guidomoeller.com/briefings Wie ich mit Unternehmern, Investoren und Familien arbeite: https://www.guidomoeller.com

Hinweis: Strategische Einordnung, keine Rechts- und keine Steuerberatung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Strategic Briefings, Folge Acht.

00:00:02: Abgemeldet ist nicht erledigt – digitale Nomaden die USLSE und der lange Arm des deutschen Steuerrechts.

00:00:10: Herzlich willkommen zum Strategic Briefing!

00:00:12: Mein Name ist Guido Möller ich bin Strategieberater und heute beginne ich mit einem Satz den Sie in hundert Videos und tausend Forenbeiträgen finden.

00:00:21: Melde dich ab, gib die Wohnung auf, bleibt weniger als ein halbes Jahr in Deutschland dann bist du steuerlich raus.

00:00:28: Dieser Satz ist das Fundament, auf dem zehntausende Auslandspläne stehen.

00:00:33: Er wird verkauft, geteilt, gelebt.

00:00:36: und wenn jemand mit genau diesem Plan zu mir kommt und mich bittet ihn zu belasten – Stresstest nicht Applaus?

00:00:44: Dann beginnt meine Prüfung nicht bei dem was er hinter sich lässt sondern bei der Frage die der Satz elegant überspringt.

00:00:52: Wo kommst du eigentlich

00:00:54: an?".

00:00:55: Denn im deutschen Außensteuerecht steht eine Vorschrift, die älter ist als das Wort digitaler Nomade.

00:01:01: Und die sich liest, als wäre sie für genau diesen Lebensentwurf geschrieben – Sie kann Deutsche noch bis zu einem Jahrzehnt nach dem Wegzug festhalten.

00:01:13: und sie greift ausgerechnet am sichersten bei denen, die Glauben am weitesten wegzusehen.

00:01:20: Ich sage Ihnen heute beides, das ist mir wichtig weil dieses Format von Nüchternheit lebt.

00:01:26: Warum dieses Risiko in der Praxis leiser ist als Angstmacher behaupten und warum es trotzdem größer ist als die Szene wahrhaben will Dazwischen liegt Ihre Entscheidung.

00:01:38: Wie immer gilt, das hier ist strategische Einordnung – keine Rechts- und keine Steuerberatung!

00:01:44: Die Vorschriften, Schwellen und Fundstellen zum Nachlesen finden Sie im schriftlichen Briefing zur Folge.

00:01:50: Ob Ihr eigener Fall betroffen ist, klärt nur eine individuelle Prüfung mit einem dafür zugelassenen Berufsträger.

00:01:57: Legen wir los.

00:01:58: Teil eins die Gleichungen und ihre drei stillen Annahmen.

00:02:02: Die Nomadengleichung klingt vernünftig und sie wird in Foren, Videos- und Verkaufsgesprächen tausendfach bestätigt.

00:02:09: Meldet dich ab, gebt die Wohnung auf, bleib unter sechs Monaten im Jahr weg von Deutschland – dann bist du raus!

00:02:15: Zerlegen wir Sie in Ihre drei stillen Annahmen.

00:02:22: tut sie nicht.

00:02:23: Sie beendet die Meldegeschichte.

00:02:25: Die Abmeldung beim Amt ist ein Verwaltungsakt gegenüber dem Einwohner-Melderamt, das Finanzamt ließ sie als Indiz – nicht als Urteil.

00:02:34: Steuerlich zählt nicht das Formular sondern die Wirklichkeit.

00:02:37: Gibt es noch einen Schlüssel zu einer Wohnung, die Ihnen faktisch zur Verfügung steht?

00:02:42: Das alte Zimmer im Elternhaus, die Wohnung der Partnerin in der die Sachen noch im Schrank hängen?

00:02:49: verbringen Doch mehr zusammenhängende Zeit im Land als der Kalender im Kopf zugibt.

00:02:55: Wer hier unsauber ist, war nie weg!

00:02:57: Dann braucht es den langen Arm gar nicht – dann gilt schlicht das normale Programm.

00:03:02: Diese erste Schicht isst bekannt.

00:03:05: die meisten Auswanderer nehmen sie ernst.

00:03:08: Das Problem beginnt.

00:03:09: eine Schicht tiefer Annahme zwei, wer nirgendwo lebt ist nirgendswo steuerpflichtig.

00:03:15: Das is die romantische Kernidee des Nomadentums – Die Welt als Zuhause kein Staat als Gläubiger!

00:03:22: Deutschland hat auf diese Idee eine erstaunlich alte Antwort und die lautet sinngemäß «Wenn du Deutscher bist und dich ins steuerliche Nirgendwo verabschiedest dann lassen wir Dich nicht einfach los».

00:03:35: Wir schauen Dir noch ein Jahrzehnt lang auf die Finger.

00:03:38: Warum das so ist und wie es funktioniert?

00:03:40: Gleich in Teil zwei.

00:03:42: Annahme drei, die LSE verschiebt das Problem auf eine Firma – auch das fühlt sich logisch an!

00:03:48: Die Gesellschaft verdient nicht ich.

00:03:51: Warum diese Rechnung in diesem Lebensmodell nicht aufgeht gleich welche steuerliche Einordnungen die Gesellschaft bekommt?

00:03:58: In Teil drei.

00:03:59: Merken Sie sich für den Moment nur eines alle drei Annahmen haben denselben Konstruktionsfehler.

00:04:05: Sie beantworten Was habe ich in Deutschland zurückgelassen?

00:04:10: Aber die entscheidende Frage des Gesetzes lautet anders.

00:04:14: Sie lautet, wo bist du wirklich angekommen?

00:04:19: Die Vorschrift, um die es heute geht steht im Außensteuersetz und stammt aus den frühen Sitzigerjahren.

00:04:27: Gebaut wurde sie für eine ganz andere Zielgruppe.

00:04:30: Prominente Vermögende, die ihrem Wohnsitz demonstrativ nach Monaco oder in die Schweiz verlegten werden Geschäft und Vermögen fröhlich in Deutschland weiter liefen.

00:04:40: Der Gesetzgeber wollte verhindern dass man den deutschen Steuerzugriff los wird ohne die deutsche Wirtschaftskraft loszulassen.

00:04:47: Ein halbes Jahrhundert später trifft dieselbe Vorschrift eine Zielgruppe, die es damals nicht gab und die von ihr meist nie gehört hat.

00:04:55: Den Laptopunternehmer ohne festen Wohnsitz!

00:04:58: Das Prinzip passt in Einsatz – wer als Deutscher lange genug hier steuerpflichtig war und dann in ein Niedrigsteuergebiet zieht oder eben nirgendwo hin den behandelt Deutschland noch bis zu zehn Jahre lang strenger als einen normalen Ausländer solange er wirtschaftlich nicht wirklich gegangen ist.

00:05:16: Drei Schalter müssen dafür umgelegt sein und beim klassischen Nummerben stehen oft alle drei auf an.

00:05:24: Schalter eins, die Vergangenheit – sie waren als Deutscher in den Jahren vor dem Wegzug lange genug im Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig.

00:05:33: Bei fast jedem der in Deutschland aufgewachsen ist und gearbeitet hat, ist das schlicht erfüllt.

00:05:39: Dieser Schalter isst Biografie, kein Gestaltungsspielraum!

00:05:43: Schalter zwei, das Ziel Sie sind in ein Gebiet gezogen, das deutlich niedriger besteuert als Deutschland.

00:05:49: Oder – und das ist der Satz, den jeder Nomade einmal langsam lesen sollte – sie sind in gar keinem ausländischem Gebiet ansässig!

00:05:58: Das steht so im Gesetz.

00:06:01: Der Zustand, den die Szene als ultimative Freiheit feiert überall zu Gast nirgendwo Zuhause isst für diese Vorschrift kein Entkommen.

00:06:11: Er isst ein eigener Tatbestand Die Doppelfalle des Nomaten, wer sich irgendwo niederlässt, tut es oft gerade in Niedrigsteuergebiet.

00:06:21: Schalter an!

00:06:22: Wer sich nirgends niederlässt, schalter erst recht an.

00:06:25: und wichtiger noch – wer nirgens ansässig ist hat auch keinen Schutz aus einem Doppelbesteuerungsabkommen denn diese Abkommenschützen ansässige der Ortslose steht ohne Schutzschild da.

00:06:38: Schalter drei die Verbindung Und hier sitzt das Missverständnis, dass selbst Beratern unterläuft.

00:06:44: Das Gesetz fragt nicht ob sie wesentlich Interessen in Deutschland behalten haben.

00:06:50: So wird es überall verkürzt und die Verkürzung führt zur falschen Strategie nämlich alle deutschen Fäden zu kappen.

00:06:58: Dann bin ich sicher!

00:07:00: Das Gesetz arbeitet anders herum.

00:07:03: Es fragt Welcher Teil ihres wirtschaftlichen Lebens ist wirklich im Ausland verwurzelt?

00:07:08: und alles, was diese Frage nicht beantworten kann, zählt gegen sie.

00:07:13: Ausländisch ist eine Einkunft nur wenn Sie einem konkreten anderen Staat zuzuordnen sind – eine echte Betriebsstätte dort, eine Immobilie dort, ein Schuldner dort!

00:07:24: Die Honorare des Laptop-Unternehmers der bewusst nirgendwo eine feste Einrichtung hat?

00:07:30: Keinem Staat zu zuordnen.

00:07:35: Das Depot, die Lizenzzahlung der Gewinn aus dem Wertpapierverkauf ohne Auslandsanker zählen gegen ihn.

00:07:42: Ab welcher Größenordnung es ernst wird und wie gerechnet wird steht mit allen Werten im schriftlichen Briefing fürs Ohr.

00:07:49: genügt die Richtung?

00:07:50: Die Grenzen liegen niedriger als das Wort wesentlich klingt Und schon eine kleine alte GmbH-Beteiligung kann für sich allein genügen.

00:08:00: Halten wir die Pointe fest, denn sie stellt die gesamte Nomadenintuition auf den Kopf.

00:08:06: Dieses Gesetz bestraft nicht die Nähe zu Deutschland – es bestraft die Verwurzlung nirgendwo!

00:08:14: Wer mit echtem Leben echter Wohnung, echtem Betrieb in Lissabon ankommt hat ausländische Einkünfte ein Abkommen im Rücken und meist Ruhr.

00:08:24: Wer als Weltbürger durch die Zeitsohn sieht hat heimatlose Einkünfe kein Abkommen und ein deutsches Finanzamt, das noch ein Jahrzehnt lang zuständig sein kann.

00:08:35: Radikale Ortslosigkeit fühlt sich an wie maximale Distanz zu Deutschland – steilig ist sie das Gegenteil!

00:08:43: Teil drei die US-LRC.

00:08:45: Warum Sie die Frage nicht beantwortet?

00:08:48: Und nun zur beliebtesten Antwort der Szene auf all das….

00:08:51: Die amerikanische LRC.

00:08:53: Vorab in aller Klarheit, weil dieses Format nicht in das übliche Schwarzpreis verfällt.

00:08:59: Die LSE ist eine völlig legitime bewährte Rechtsform – flexibel international etabliert für viele Konstellationen eine gute Wahl.

00:09:09: Nichts an dieser Folge ist ein Urteil über die Rechtsform.

00:09:13: Das Urteil gilt einem Versprechen, dass ihr aufgeladen wird, dass sie die Standortfrage überflüssig machen.

00:09:20: Der erste Punkt, den die Videos fast immer unterschlagen.

00:09:24: Wie Deutschland eine LSE steuerlich behandelt ist keine Eigenschaft der LSE.

00:09:29: es ist das Ergebnis einer Einzelfallprüfung.

00:09:32: Die Finanzverwaltung vergleicht die konkrete Ausgestaltung der Gesellschaft Geschäftsführung Haftung Gewinnverteilung Übertragbarkeit der Anteile mit den deutschen Gesellschaftstypen.

00:09:44: Die Fachwelt nennt das den Rechtstypenvergleich.

00:09:47: Je nachdem wie ihr Gesellschaftsvertrag gebaut ist, wird dieselbe Buchstabenfolge LSE – wie eine Personengesellschaft behandelt, transparent die Einkünfte gehören steuerlich dann direkt ihnen oder wie eine Kapitalgesellschaft intransparent.

00:10:04: Die Gesellschaft ist ein eigenes Steuersubjekt.

00:10:07: Wer Ihnen pauschal sagt, die LSE ist transparent oder die LSI schirmt ab hat den Vergleich nicht gemacht und behauptet etwas, dass man nicht behaupten kann.

00:10:19: Der zweite Punkt ist der entscheidende für den Ortsloser – beide Wege führen für ihn nicht aus dem Problem heraus!

00:10:26: Fällt der Vergleich auf Transparent landen die Einkünfte unmittelbar bei ihnen?

00:10:31: Und damit exakt in der Kategorie aus Teil zwei….

00:10:35: Er wirtschaftet am Laptop verwurzelt nirgendwo den Zugriff offen, fällt er auf intransparent stellt sich die nächste Frage, und sie hat es in sich.

00:10:46: Von wo wird diese Gesellschaft eigentlich geleitet?

00:10:50: Bei der Einpersonen-LC des Nomaden lautet die ehrliche Antwort – von dort, wo ihr einziger Kopf gerade sitzt!

00:10:57: Der Ort der Geschäftsleitung reicht praktisch im Handgepäck mit.

00:11:01: Damit wandern die Anknüpfungsfragen nur eine Etage höher statt zu verschwinden.

00:11:07: Und für Deutsche Die unter den langen Arm aus Teil zwei fallen, hält das Außensteuerecht zusätzlich eine eigene Zurechnungsvorschrift bereit.

00:11:17: Die zwischengeschaltete Auslandsgesellschaft in genau solchen Konstellationen durchgreift.

00:11:23: Die Details gehören ins schriftliche Briefing – die Botschaft gehört hierher!

00:11:28: Eine Rechtsform kann vieles leisten.

00:11:31: Was sie nicht kann ist die Frage beantworten, die nur ein Lebensmittelpunkt beantwortet Wo findet ihr wirtschaftliches Leben statt?

00:11:40: Der dritte Punkt, die Beweismot.

00:11:42: Wenn Jahre später jemand fragt das deutsche Finanzamt eine Bank beim Konto öffnen, irgendwann vielleicht auch ein Nachlassgericht dann verlangt die Antwort eine lückenlose Geschichte.

00:11:56: Wie ist die Gesellschaft konkret ausgestaltet?

00:11:59: von wo wurde sie geführt?

00:12:02: Wo wurde was erwirtschaftet und versteuert?

00:12:06: Der klassische Nomade führt dieses Archiv nicht.

00:12:09: Er hat Boardingpässe in einer App, ein Konto bei einem Fintech und die feste Überzeugung alles richtig gemacht zu haben.

00:12:18: Treue Hörer dieses Formats erkennen das Muster aus einem ganz anderen Zusammenhang wieder – es fehlt die Akte!

00:12:25: Die belegte Landkarte des eigenen wirtschaftlichen Lebens….

00:12:30: hier ist sie nicht kür.

00:12:31: sondern die einzige Verteidigungslinie.

00:12:33: Das Fazit dieses Teils, ohne Stigma und ohne Illusion?

00:12:38: Die LSE ist ein Werkzeug – gut oder schlecht wird sie durch die Struktur in der sie steht.

00:12:45: Saubereingebettet in eine echte Ansissigkeit kann sie ihren Platz haben!

00:12:50: Als Ersatz für die Ansisskeit selbst isst sie eine Antwort auf die falsche Frage.

00:12:55: Teil vier des Stresstestes und Einsatz den Sie sonst nirgends hören Spielen wir es durch als Trockenübung an einem zusammengesetzten Profil, wie dieses Format es hält.

00:13:06: Nennen wir ihn Daniel.

00:13:07: Anfang vierzig Online-Marketing.

00:13:09: vor vier Jahren sauber abgemeldet Wohnung aufgelöst.

00:13:13: seither nie länger als ein paar Wochen am Stück irgendwo.

00:13:17: Eine Einpersonenalazie stellt die Rechnung.

00:13:19: Ausgestaltung nie nachgeprüft Rechtstypen Vergleich Nie gemacht.

00:13:25: Die Hälfte der Kunden sitzt weiter in Deutschland.

00:13:28: Geblieben sind außerdem eine alte Beteiligung an der GmbH eines Freundes und ein Depot beim Deutschen Broker.

00:13:34: Nichts davon fühlt sich wie ein Risiko an, es fühlt uns an die Vergangenheit.

00:13:39: Legen wir das Raster an!

00:13:41: Deutscher Staatsbürger mit langer Steuerhistorie.

00:13:45: Scheiter I steht Nirgendwo ansässig geworden?

00:13:48: Kein Abkommen im Rücken, Scheiter II steht Laufende Einkünfte ohne ausländische Verwurzlung Dazu Beteiligung und Broker, Schalter drei steht.

00:13:59: Auf dem Papier ist Daniel ein Lehrbuchfall – und jetzt der Satz den sie in kaum einem Video zu diesem Thema hören werden weil er sich nicht verkauft!

00:14:09: Mir ist kein veröffentlichtes Urteil bekannt das den klassischen Digitalnomaden in dieser Konstellation beim Namen nennt Die sichtbare Vollstreckungsrealität is dünn.

00:14:23: Wer in den Bescheid im Briefkasten als Gewissheit verkauft, dramatisiert.

00:14:28: Warum ich Daniel trotzdem nicht durchwinke?

00:14:30: Vier nüchterne Gründe!

00:14:32: Erstens Der Gesetzestext braucht kein Urteil um zu gelten Das in keinem ausländischen Gebiet ansässig.

00:14:40: Den Ortlosen erfasst steht nichts zwischen den Zahlen.

00:14:43: Es steht IN der Zeile.

00:14:45: Zweitens Dass sie keine Urteile sehen heißt NICHT das Nichts passiert.

00:14:51: Solche Fälle enden ganz überwiegend unspektakulär im Veranlagungs- und Einspruchsverfahren, mit Nachzahlung statt Aktenzeichen.

00:15:00: Veröffentlicht wird was gestritten wird – nicht etwas gezahlt wird!

00:15:05: Drittens das Aufgriffsrisiko ist kein fester Wert sondern eine Kurve und sie steigt.

00:15:12: Die Vorschrift braucht nur einen Anlass und Anlässe produziert die vernetzte Welt inzwischen automatisch.

00:15:20: Der Kontendatenaustausch, die Register-, die Bankabfrage-, die Transparenz-Maschinerie, die wir in früheren Briefings vermessen haben arbeitet dieser Norm direkt zu.

00:15:32: Viertens und am wichtigsten – Die Rechnung ist asymmetrisch!

00:15:36: Zehn Jahre offenes Fenster, lange Festsetzungsfristen zinsen eine kleine Sichtbarkeit Aufgriffsquote multipliziert, mit einem existenziellen Schadensfall und einem Jahrzehntlaufzeit ist keine kleine Zahl.

00:15:53: Genauso kalkulieren Versicherer – und genauso sollte Daniel auch kalkuliert!

00:15:59: Und selbst wenn das Finanzamt nie fragt?

00:16:02: Tragt irgendwann jemand

00:16:03: anders?!

00:16:04: Die Bank beim nächsten Konto der Notar beim Immobilienkauf im schlimmsten Fall die Erben?

00:16:10: Dann braucht Daniels Leben eine belegte Antwort auf die Frage, wo es steuerlich stattgefunden hat.

00:16:16: Der Stresstest endet also nicht mit Alarm – erendet mit einem Befund.

00:16:22: Dieses Setup trägt ein stilles langlaufendes Risiko, das sich mit überschaubarem Aufwand auf einen Normalmaß bringen ließe.

00:16:31: Was dieser Aufwand ist?

00:16:32: Teil fünf was ein belastbarer Plan anders macht!

00:16:36: Ziehen wir die strategischen Konsequenzen.

00:16:38: Vier Prinzipien, kein Prüfschirma.

00:16:40: erstens.

00:16:41: Ortslosigkeit ist keine Struktur – sie isst die Abwesenheit einer!

00:16:45: Der Kern jedes belastbaren Auslandsplans ist nicht die Abreise aus Deutschland sondern die Ankunft irgendwo.

00:16:53: Ein Land eine echte Wohnung ein echtes Leben Eine Steuereinsässigkeit mit Papier und Abkommen.

00:17:00: Das darf ein niedrigsteuerland sein.

00:17:02: Entscheidend ist dass es ein land ist und dass die Ansässigkeit der Wirklichkeit entspricht.

00:17:10: Wer ankommen will, ohne sesshaft zu werden kann das tun!

00:17:14: Aber dann als bewusste Entscheidung mit bekanntem Preis – nicht als Versehen mit Überraschungsbescheid.

00:17:21: Zweitens Die zehn-Jahres Uhr gehört.

00:17:23: in jede Wegzugsplanung Zwischenabreise und echter steuerlicher Freiheit liegt für viele Deutsche ein Jahrzehnt Übergangszone.

00:17:33: Wer das weiß, plant anders Welche Beteiligung vor dem Wegzug bereinigt werden, welche Kundenstruktur sich verschiebt?

00:17:41: Welche konnten wohin bandern.

00:17:44: Wer es nicht weiß trifft dieselben Entscheidungen trotzdem nur unbewusst und in der falschen Reihenfolge.

00:17:51: Drittens führen sie die Akte bevor jemand fragt.

00:17:54: Die Landkarte des eigenen wirtschaftlichen Lebens wo gelebt, wo gearbeitet, wo versteuert mit Belegen ist für den international lebenden was der Impfpass für den Reisenden ist.

00:18:07: Niemand braucht ihn, bis ihm jemand verlangt und dann sofort ein Abend pro Quartal genügt!

00:18:13: Es ist dieselbe Disziplin die sich durch diese Serie zieht und sie hat hier ihren härtesten Anwendungsfall – Die Zukunft gehört dem Dokumentierten Zuerst.

00:18:26: die Prüfung des eigenen Falls gehört in Profihände vor dem Wegzug oder eben jetzt.

00:18:31: Nicht weil diese Folge nicht klar genug wäre, sondern weil die Vorschrift von Sachverhaltsdetails lebt, die kein Podcast aus ihrem Leben kennen kann – wenn sie bereits draußen sind und beim Zuhören still mitgerechnet haben.

00:18:47: der richtige Zeitpunkt für diese Prüfungen war vor der Abreise!

00:18:52: Der zweitbeste ist diese Woche freiwillig und geordnet, bevor irgendjemand fragt.

00:18:58: Und für alle die den Schritt noch vor sich haben – das Fazit als Kompass!

00:19:04: Ein guter internationaler Plan beginnt nicht mit der Frage wo man keine Steuern zahlt.

00:19:10: Er beginnt bei der Frage, wo man wirklich leben will….

00:19:14: …und baut die Steuerlogik um diese Antwort herum – nicht

00:19:19: umgekehrt.".

00:19:20: Das war dieses Strategic Briefing.

00:19:22: Mein Fazit in einem Satz, die Abmeldung beendet ihre Mädepflicht nicht ihre Geschichte!

00:19:27: Wer die Freiheit der Ortslosigkeit will muss wissen dass das deutsche Steuerrecht genau diesen Zustand am längsten festhält.

00:19:35: belastbar frei ist nicht wer nögens ist sondern wer irgendwo wirklich angekommen ist.

00:19:41: Das schriftliche Briefing zur Folge mit den Vorschriften, Stellenwerten und einer Checkliste für die eigene Standortbestimmung finden Sie über den Link in der Beschreibung.

00:19:50: Und wenn sie einen digitalen Nomaden kennen, der abgemeldet für allen Steuerkonzept hält, schicken Sie ihm diese Folge nicht um ihm Angst zu machen sondern damit er seine Freiheit auf ein Fundament stellt das eine Prüfung aushält!

00:20:03: Und wie immer gilt bei dieser Folge mehr denn je – dieses Briefing ist strategische Einorten keine Rechts- und keine Steuerberatungen.

00:20:10: Ob und wie die besprochenen Vorschriften ihren Fall treffen, klärt nur die individuelle Prüfung mit einem spezialisierten Berater.

00:20:18: Ich bin Guido Möller, treffen Sie gute Entscheidungen bis zum nächsten Briefing!

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