Follow the Money: Das neue Zollgesetz und die Vermögensabschöpfung

Shownotes

Das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz (ZFG), Mitte August vom Kabinett beschlossen, geplantes Inkrafttreten 1. Januar 2027: Der Zoll wird umgebaut – Hauptzollämter und Zollfahndungsämter verschmelzen zu Zolldirektionen, KI-gestützte Datenanalyse kommt, und mit der administrativen Vermögensermittlung entsteht ein Verfahren, Vermögen unklarer Herkunft außerhalb des klassischen Strafprozesses zu prüfen und abzuschöpfen: Einziehung ab 100.000 Euro (registerpflichtige Güter: 50.000 Euro) durch Finanzgerichte, Sicherstellung durch die Zolldirektionen bis zu 30 Tage – ausdrücklich auch für Kryptowerte.

Diese Folge ordnet ein, was das für Legale heißt: Follow the Money trifft nicht nur Kriminelle, sondern jeden, dessen Vermögen seine Geschichte nicht erzählen kann. Mit dem Blick ins Ausland (Italiens präventive Abschöpfung, Großbritanniens Unexplained Wealth Orders), den drei Handlungsfeldern für Unternehmer – Bargeldprozesse, Sanktionsscreening, Grenzverkehr mit Werten – und der neuen Disziplin: Herkunftsdokumentation als Vermögensschutz.

Kapitel: 0:00 Worum es geht 2:00 Was steht im Gesetz? 7:00 Die Einordnung: Was „Follow the Money" wirklich bedeutet 11:00 Der Blick ins Ausland: Italien, Großbritannien 15:00 Konsequenzen für Unternehmer: Drei Handlungsfelder 20:00 Die neue Disziplin: Herkunftsdokumentation als Vermögensschutz 25:00 Ein Praxisfall 28:00 Szenarien und Ihr Fahrplan

Das schriftliche Briefing zur Folge: https://www.guidomoeller.com/briefings Wie ich mit Unternehmern, Investoren und Familien arbeite: https://www.guidomoeller.com

Hinweis: Strategische Einordnung, keine Rechts- oder Steuerberatung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Strategic Briefings, Folge sieben.

00:00:02: Follow the Money!

00:00:04: Das neue Zollgesetz die administrative Vermögensabschöpfung und warum Herkunftsnachweise jetzt zur Vermögenschutzdisziplin werden.

00:00:12: Herzlich willkommen zum Strategic Briefing, Folge Sieben.

00:00:15: mein Name ist Guido Möller ich bin Strategieberater und hier ordne ich Entwicklungen aus Politik Recht-und Wirtschaft strategisch ein mit der Leitfrage was bedeutet das für ihre Entscheidung?

00:00:25: Heute geht es um ein Gesetz mit einem Namen den sich niemand merken wird und einem Inhalt, den sich jeder merken sollte der Vermögen besitzt.

00:00:34: Das Zollfinanzgerechtigkeitsgesetz Mitte August vom Kabinett beschlossen Geplantes in Kraft treten am ersten Januar, die offizielle Erzählung.

00:00:45: Der Zoll wird modernisiert Die organisierte Kriminalität effektiver bekämpft kriminelle Finanzströme werden nach dem Prinzip Follow the Money systematisch aufgedeckt.

00:00:55: Der Finanzminister spricht von einer verschärften Gangart gegen Kriminellen und von Entlastung für die Ehrlichen.

00:01:01: Gegen das Ziel ist nichts einzuwenden, Klarenstrukturen, Geldwäsche in Milliardenhöhe, Drogenökonomie – das sind reale Probleme und dem Geldfolgen ist international die wirksamste Methode dagegen.

00:01:14: Aber in diesem Gesetz stecken zwei Begriffe bei denen jeder der Vermögen hält genau hinhören sollte.

00:01:20: Die administrative Vermögensabschöpfung vom Ministerium selbst als Game Changer bezeichnet und ein neues administratives Vermögens-Ermittlungsverfahren.

00:01:31: Auf Deutsch, der Staat baut sich einen Verfahren um Vermögen unklare Herkunft außerhalb des klassischen Strafprozesses zu ermitteln und abzuschöpfen – und damit stellt sich für sie eine Frage die bisher nur Kriminelle beschäftigen musste.

00:01:46: Können Sie die Herkünft Ihres Vermögens lückenlos belegen?

00:01:50: Das Erbe von Der Krypto-Bestand aus der Frühzeit.

00:01:58: Heute wird Ihnen diese Frage selten gestellt, ab twenty-sevenundzwanzig kann sie häufiger kommen und dann entscheidet nicht Ihre Ehrlichkeit sondern Ihre Dokumentation.

00:02:09: Genau darum geht es heute!

00:02:11: Wie immer strategische Einordnung keine Rechtsberatung.

00:02:14: Legen wir los!

00:02:15: Teil eins Was steht im Gesetz?

00:02:18: Das Lagebild in drei Bausteinen.

00:02:20: Baustein Eins – der Umbau der Behörde.

00:02:23: Der Zoll mit seinen knapp neunundvierzigtausend Beschäftigten wird umfassend reorganisiert.

00:02:29: Die General-Zolldirektion gliedert sich künftig in zwei Fachstrengende, Zölle und Steuern – einerseits und Sicherheit und Vollzug andererseits.

00:02:40: Das Zollkriminalamt und die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung werden in die General-Zolldirektion integriert.

00:02:48: Auf regionaler Ebene werden die bisherigen Hauptzollämter und Zollverhandlungsämter zu Zolldirektionen verschmolzen.

00:02:56: Das Ziel kürzere Entscheidungswege – schnellerer Informationsaustausch, Abbau von Doppelstrukturen.

00:03:02: Übersetzt in Strategiesprache aus einer fragmentierten Verwaltung wird eine integrierte Sicherheits- und Finanzbehörde in der Zollprüfung, Fahndung, Geldwäschebekämpfung und Sanktionsdurchsetzung unter einem Dach sitzen und Daten teilen.

00:03:17: Merken Sie sich besonders die Integration der Sanktionsdurchsetzung.

00:03:22: Darauf kommen wir bei den Unternehmen zurück.

00:03:25: Baustein zwei, genauen Befugnisse.

00:03:27: Das Gesetz führt nach den Worten des Ministeriums zeitgemäße Befügnisse ein.

00:03:33: Ausdrücklich genannt werden die Nutzung von künstlicher Intelligenz und die administrative Vermögensabschöpfung.

00:03:39: Dazu wird beim Zoll ein gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität aufgebaut.

00:03:44: Und aus dem Koalitionsvertrag wird die Schaffung eines administrativen verfassungskonformen Vermögensermittlungsverfahrens umgesetzt.

00:03:55: Halten wir kurz inne bei dieser Formulierung, denn sie ist bemerkenswert – wenn ein Gesetzgeber die Verfassungskonsormität eines Verfahrens bereits in dessen Beschreibungen hineinschreibt dann deshalb, weil er weiß dass genau daran gezweifelt werden wird.

00:04:13: Das Verfahren zieht darauf bei Vermögen dessen legale Herkunft nicht plausibel ist verweitungsseitig ermitteln und zugreifen zu können schneller und niedrigschwelliger als im Strafprozess wo die volle Beweislast beim Staat liegt.

00:04:28: Die genaue Ausgestaltung, Schwellen, Anwässe, Rechtsschutz wird das parlamentarische Verfahren zeigen – die Richtung ist gesetzt.

00:04:38: Baustein drei, der Kontext.

00:04:40: Das Gesetz ist kein Einzelstück sondern setzt zwei Aktionspläne um den Aktionsplan gegen organisierte Kriminalität vom Februar und den Aktionplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität von Juli gemeinsam erarbeitet von Finanz, Innen- und Justizministerium.

00:04:56: Es ist Teil einer Gesamtarchitektur und wer diesen Podcast folgt, erkennt das Muster sofort.

00:05:01: Folge eins – die Geheimdienste bekommen operative Befugnisse und Datenzugriff.

00:05:06: Folge vier – Brüssel hält das Scannen privater Kommunikation am Leben.

00:05:11: Und Folge sechs – Die Finanzverwaltung bekommt gesetzliche KI-Grundlagen und elektronische Verfahren.

00:05:19: Der Zoll wird zur integrierten KI-gestützten Finanzermittlungsbehörde mit administrativen Vermögenszugriff.

00:05:26: Vier Gesetze, vier Begründungen – eine Richtung!

00:05:30: Der Staat baut datengetriebenen Durchgriff auf und zwar auf jeder Ebene.

00:05:36: Das ist die Einordnung, die wir jetzt vertief.

00:05:39: Teil zwei Die Einordnung Was Follow the Money wirklich bedeutet?

00:05:45: Follow the Money ist keine deutsche Erfindung und kein Überwachungsvorwand.

00:05:49: Es ist die international erfolgreichste Strategie gegen organisierte Kriminalität, Italien hat mit der konsequenten Vermögensabschöpfung der Mafia mehr geschadet als mit Jahrzehnten klassischer Strafverfolgung.

00:06:02: Wer der Organisation das Kapital nimmt trifft sie härter als mit jeder Einzelverurteilung.

00:06:08: Deutschland galt in diesem Feld lange als zahnlos.

00:06:12: Geldwäsche-Paradies war ein Wort, das man sich international anhören musste.

00:06:17: Insofern die Richtung ist nachvollziehbar – das Problem real und ein handlungsfähiger Zoll ist im Interesse jedes ehrlichen Unternehmers der heute gegen Wettbewerber antritt, die mit gewaschenem Geld Immobilien und Betriebel kauft!

00:06:30: Die kritische Analyse Das Problem liegt wie so oft in dieser Staffel nicht dem Ziel sondern in der Streubreite.

00:06:38: Ein administratives Vermögens- ermittlungsverfahren senkt die Schwelle des Zugriffs und niedrigere Schwellen bedeuten immer mehr Fälle, mehr Graubereich, mehr Ehrliche im Raster.

00:06:50: Die faktische Logik solcher Verfahren – und das ist der Punkt den Sie verstehen müssen – dreht die Dynamik der Beweisführung um.

00:06:58: Formal muss weiterhin die Behörde ermitteln, aber praktisch gerät derjenige in Erklärungsnot dessen Vermögensherkunft sich nicht zügig belegen lässt.

00:07:08: Die Grenze zwischen verdächtig und schlecht dokumentiert ist aus Behörden sich zunächst unsichtbar – ein Vermögen das über drei Generationen zwei Währungsreformen im Familiengedächtnis und einen Hausverkauf in den Neunzigern entstanden ist, ist vollkommen legal und möglicherweise schlecht

00:07:26: belegbar.".

00:07:27: Genau diese Lücke zwischen Legalität und Belegbarkeit ist das strategische Thema dieser Folge.

00:07:33: Und die Prognose – beim Vermögens- ermittlungsverfahren wird es, ähnlich wie bei der Geheimdienstreform mit hoher Wahrscheinlichkeit verfassungsrechtliche Auseinandersetzung geben.

00:07:42: Das Wort Verfassungskonform in Gesetzestitel ist ein Fingerzeig.

00:07:48: Aber verlassen Sie sich nicht auf Grasruhe als Planungsgrundlage!

00:07:52: Solche Verfahren dauern Jahre und in der Zwischenzeit gilt das Gesetz.

00:07:56: Die kluge Antwort ist nicht Empörung und nicht Sorglosigkeit, sondern Vorbereitung – und die IST wie Sie gleich sehen werden überraschend unauffällig!

00:08:06: Teil drei der Blick ins Ausland wohin die Reise geht.

00:08:10: Wer wissen will wie sich ein administratives Vermögens- ermittlungsverfahren in der Praxis entwickelt muss nicht spekulieren.

00:08:16: er kann ins Auslands schauen Denn Deutschland betritt hier kein Neulandpfad, sondern einen ausgetretenen.

00:08:23: Zwei Beispiele zwei Lehren.

00:08:25: Beispiel eins.

00:08:26: Großbritannien und die Unexplained Wealth sei-zwanzigachzehn können britische Behörden von Personen mit auffälligen Vermögen verlangen, dessen legale Herkunft zu erklären.

00:08:36: gelingt das nicht plausibel droht die zivilrechtliche Einziehung ganz ohne Strafurteil.

00:08:41: Die Lehre aus acht Jahren Praxis ist zweischneidig und für uns hochinteressant.

00:08:47: Einerseits wurden die Orders deutlich seltener eingesetzt als angekündigt, weil sich gut beratende Betroffene mit umfassender Dokumentation erfolgreich werden und die Behörden nach verlorenem Verfahren samt Kostenrisiko vorsichtiger wurden.

00:09:02: Andererseits hat allein die Existenz des Instruments das Verhalten verändert.

00:09:07: Banken, Notare und Berater fragen seite routinemäßig nach Herkunftsnachweis, weil niemand in die Nähe eines Verfahrens geraten

00:09:15: will.".

00:09:16: Übersetzt die formale Anwendung mag selten bleiben, aber die Dokumentationserwartungen sicken in den gesamten Finanzalltag ein.

00:09:24: Genau das sollten sie auch für Deutschland erwarten!

00:09:27: Die eigentliche Bürgung des Gesetzes entfaltet sich nicht in spektakulären Abschöpfungsfällen sondern in tausend stillen Momenten, in denen eine Bank, ein Notar oder eine Behörde nach dem woher fragt und eine schnelle belegte Antwort erwartet.

00:09:44: Beispiel zwei Italien und die präventive Vermögensabschöpfung.

00:09:49: Das italienische Modell entwickelt im Anti-Mafia Kampf erlaubt seit Jahrzehnten die Einziehung von Vermögen bei begründeten Missverhältnissen zwischen Lebensführungen und erklärtem Einkommen präventiv, außerhalb des Strafprozesses.

00:10:03: Es gilt international als das wirksamste Instrument gegen die organisierte Kriminalität und es ist zugleich das warnende Beispiel für Streubreite –.

00:10:13: über die Jahre wanderte der Anwendungsbereich von Mafia-Clans zu immer breiteren Fallgruppen und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte musste wiederholt Leitplanken einziehen.

00:10:25: Die Lehre Solche Instrumente werden im Lauf der Zeit selten enger und häufig weiter – nicht durch Beserbssicht, sondern durch die Eigenlogik von Behörden, deren ein wirksames Werkzeug in die Hand gegeben wurde und die es naturgemäß nutzen wollen.

00:10:42: Beide Lehren zusammen ergeben ihre Planungsgrundlage.

00:10:45: Rechnen Sie damit, dass das deutsche Verfahren anfangs eng gefasst startet und auf schwere Kriminalität zieht!

00:10:52: Das ist ehrlich gemeint und wird auch so kommuniziert werden.

00:10:55: Rechnen Sie zugleich damit, dass die Dokumentationserwartung im Finanzsystem sofort- und flächendeckend steigt – und das der Anwendungsbereich über die Jahre eher wächst als schrumpft!

00:11:07: Wer seine Herkunftsnachweise am Tag eins beisammen hat, isst für beide Entwicklungen gerüstet.

00:11:12: Und genau dahin gehen wir jetzt.

00:11:14: Teil vier Konsequenzen für Unternehmer Drei Handlungsfelder für Ihr Unternehmen.

00:11:20: Feld I. Bargeldintensive Geschäftsmodelle kommen unter integrierten Prüfdruck, Gastronomie, Einzelhandel, Fahrzeughandel und Bau.

00:11:29: Überall dort wo Bargeld eine Rolle spielt treffen künftig Zollprüfung, Finanzkontrolle, Schwarzarbeit und Geldwäscheaufsicht als vernetzte Organisation auf sie mit KI-gestützter Auswahl der Prüfwelle.

00:11:43: Die Konsequenz ist dieselbe wie in Folge VI nur dringlicher lückenlose Kassenführung, saubere Dokumentation der Bargeldkreisläufe, konsistente Zahlen über alle Meldwege und für Gütherhändler die Erinnerung an eine Pflicht, die viele verdrängen.

00:12:02: Bei Barzahlungen oberhalb der Geldwäscherrechtlichen Schwellen gelten Identifizierungs- und Sorgfaltspflichten – die wurden bisher lax gelebt.

00:12:12: beides endet.

00:12:13: Wer heute seine internen Prozesse für Barzahlungen nicht benennen kann, sollte das vor.

00:12:21: Feld II.

00:12:22: Sanktionscompliance wird Vollzugsrealität.

00:12:25: Die Integration der Zentralstelle für Sanktsionsdurchsetzung in die General-Zolldirektion bedeutet – Das Thema wandert aus dem Nischen Dasein in den Alltag der Außenwirtschaftsprüfung.

00:12:37: Wenn Sie importieren, exportieren oder internationale Kunden und Lieferbeziehungen unterhalten, brauchen sie eine belastbare Antwort auf drei Fragen.

00:12:46: Screenen wir Geschäftspartner systematisch gegen Sanktionslisten?

00:12:50: Kennen die wirtschaftlich Berechtigten hinter unseren Gegenparteien?

00:12:54: Und können wir das dokumentiert nachweisen?

00:12:57: Für den Mittelstand war das lange ein Konzernthema – Das ist vorbei!

00:13:02: Ein schlankes, dokumentiertes Screening-Verfahren kostet wenig.

00:13:06: Ein eingefrorenes Geschäft oder ein Bußgeld wegen fahrlässiger Sanktionsverstöße kostet hingegen viel.

00:13:12: Feldtrei Grenzüberschreitender Werttransport.

00:13:16: Der Zoll kontrolliert Bargeld und gleichgestellte Ware im Grenzverkehr.

00:13:21: Die Anmeldepflicht ab zehntausend Euro bei Ein- und Ausreise in die bzw.

00:13:26: aus der EU besteht längst, und innerhalb der EU gilt die Auskunftspflicht auf Verlangen.

00:13:33: Neu ist nicht die Regel, neu ist die Intensität und Vernetzung des Vollzugs.

00:13:38: Wer geschäftlich oder privat mit größeren Barbeträgen Edemetallen- oder Wertgegenständen übergrenzen reist, sollte die Mälde und Auskunftspflichten präzise kennen und einhalten – nicht weil daran etwas anrühig wäre sondern weil ein formaler Verstoß in der neuen Vollzugswelt schneller zur Sicherstellung unverfahren führt als früher!

00:14:00: Die Faustregel für die neue Zeit?

00:14:02: Was über eine Grenze geht, geht dokumentiert.

00:14:05: Teil fünf – die neue Disziplin Herkunftsdokumentation als Vermögenschutz.

00:14:11: Jetzt zum Kern dieser Folge und der betrifft jeden, der Vermögen hält unabhängig von Branche und Bargeld.

00:14:16: Vermögenschutz hieß bisher Streuung Strukturen rechtliche Absicherung gegen Haftungen Zugriff Dritter im Extremfall staatliche Willkür anderswo.

00:14:27: Ab twenty-sevenundzwanzig kommt eine Disziplin hinzu, die in Deutschland bislang kaum jemand systematisch betreibt.

00:14:34: Die Herkunftsdokumentation.

00:14:36: Auf Englisch würde man sagen Providence – die Logik ist einfach!

00:14:41: Wenn der Staat ein Verfahren bekommt Vermögen unklare Herkünfte administrativ zu ermitteln dann ist die beste Verteidigung eines legalen Vermögens seine belegte Geschichte.

00:14:52: nicht weil sie unter Verdacht stünden sondern damit eine Anfrage, wenn sie kommt in Tagen erledigt ist statt in Monaten und ohne dass währenddessen Konten eingefroren oder Werte sichergestellt sind.

00:15:05: Was heißt das praktisch?

00:15:06: Bauen Sie eine Herkunftsakte pro Vermögensblock ein Kapitel für Erbschaften, Erbschein, Testamente die Erbshaftsteuerklärung oder der Freistellungsbescheid Für Schenkungen – Schenkungsverträge, Schenkungsteueranzeigen Kontoauszüge der Übertragung für Immobilien, Kaufverträge, Finanzierungsunterlagen und Verkaufsabrechnungen.

00:15:30: Für Edelmetalle, Kauftbelege, Händlerrechnung bei Altbeständen, Eidestadtlicht, taugliche Herkunftserklärung und Fotos mit Zeitbezug.

00:15:39: – für Kryptobestände der vielleicht heikelste Block.

00:15:43: Erwerbsnachweise, Exchange Historien, Wallet-Dokumentation Denn gerade Frühbestände ohne saubere Kaufhistorie sind das Paradebeispiel für legal, aber eben auch schwer belegbar.

00:15:57: Und für das gewachsene Familienvermögen eine einmalige professionell begleitete Vermögensbiografie – woher stammen die Blöcke?

00:16:07: Welche Belege existieren?

00:16:09: Welches Lücken lassen sich noch schließen, solange Zeitzeugen leben und Unterlagen offenbar

00:16:16: sind?".

00:16:16: Dieser letzte Punkt ist der dringendste, jedes Jahr das vergeht Machtfamiliengeschichte schwerer beweisbar.

00:16:23: Die Herkunftsakte ist ein Projekt von wenigen Wochen mit ihrem Stolberater und sie ist nebenbei ein Geschenk an ihre Erben die diese Fragen sonst eines Tages ohne Sie beantworten müssen.

00:16:34: – und ein Wort zur Einstellung weil ich den Einwand kenne.

00:16:38: Warum soll ich mich rechtfertigen?

00:16:40: Ich habe nichts falsch gemacht!

00:16:42: Verständlich und strategisch irrelevant.

00:16:45: Die Frage ist nicht, ob die Welt so sein sollte.

00:16:48: Dass ehrliche keine Wille gebrauchen?

00:16:50: Die Frage isst wie sie in der Welt –die kommt– mit minimalem Aufwand maximal unangreifbar sind.

00:16:58: Dokumentation ißt kein Schuldeingeständnis!

00:17:01: Sie iss' die Rüstung des Ehrlichen.

00:17:03: Teil sechs ein Praxisfall Ein zusammengesetzter Fall, der die Mechanik zeigt Eine Unternehmerfamilie Drittgenerationig, der Großvater gründete nach dem Krieg einen Handwerksbetrieb.

00:17:15: Der Vater baute ihn aus und verkaufte in den Neunzigern eine Betriebsimmobilie – die heutige Generation führt das Unternehmen und hält daneben ein Depot.

00:17:25: Zwei vermietete Objekte physisches Gold teils vom Vater übernommen und einen kleineren Krypto-Bestand aus dem Jahr zwanzig dreizehn.

00:17:33: Alles legal alles versteuert!

00:17:36: Und jetzt die Testfrage Wie viel davon ist heute belegbar?

00:17:40: Der Immobilienverkauf von nineteenhundertsechsneunzig.

00:17:43: findet jemand, die Unterlagen.

00:17:45: Das Gold vorm Vater existiert ein Übergabe-Protokoll – ein Beleg irgendwas!

00:17:51: Die Coins von zwanzig dreizehn.

00:17:53: Die Börse von damals gibt es gar nicht mehr.

00:17:56: In einer administrativen Vermögensermittlung wäre diese Familie nicht schuldig aber wochenlang beschäftigt angreifbar und im schlimmsten Fall zwischenzeitlich in ihrer Verfügung beschränkt.

00:18:09: Die Lösung konkret Ein Nachmittag Familienarchäologie mit dem Vater, solange er erzählen kann.

00:18:16: Ein Termin beim Stahlberater zur Vermögensbiografie.

00:18:20: Nachträgliche schriftliche Fixierung der Goldübergabe.

00:18:24: Sicherung aller noch existierenden Unterlagen als digitale Herkunftsakte – sauber verwahrt!

00:18:31: Gesamtaufwand zwei-, drei Tage über einen Monat verteilt.

00:18:35: Gegenwert die Gewissheit das die Frage nach dem woher?

00:18:39: von welcher Behörde auch immer, in welchem Jahrzehnt auch immer eine Antwort aus dem Ordner ist statt eines Problems.

00:18:46: Teil sieben – Szenarien und ihr Fahrplan Die Szenarin.

00:18:50: Wahrscheinlich passiert das Gesetz den Bundestag im Kern wie beschlossen.

00:18:55: Der Kampf gegen organisierte Kriminalität hat breite Mehrheiten Und der Behördenumbau ist unstrittig.

00:19:03: Der Streit wird sich auf das Vermögens-Emmittlungsverfahren konzentrieren.

00:19:07: Schwellen, Anlässe und Rechtschutz.

00:19:09: Möglich ist es, dass genau dieser Teil im Verfahren enger gefasst wird – und sicher ist, dass er nach Inkrafttreten juristisch angegriffen wird.

00:19:19: Für ihre Planung ändert das nichts!

00:19:21: Die Vollzugsverstärkung kommt so oder so….

00:19:24: Und die Herkunftsakte ist in jedem Szenario wertvoll.

00:19:28: Ihr Fahrplan Als Unternehmer bis Jahresende die Bargeld- und Kassenprozesse härten, dass Sanktionsscreening aufsetzen oder dokumentieren.

00:19:39: Grenzverkehr mit Werten nur noch regelkonform und belegt – als Vermögensinhaber in den nächsten drei Monaten die Herkunftsakte starten beginnend mit den ältesten und am schlechtesten belegten Blöcken, denn dort läuft die Zeit gegen sie!

00:19:55: Als Familie, die Vermögensbiografie als Generationenübergreifendes Projekt begreifen.

00:20:02: Was die Älteren heute erzählen und unterschreiben können ist in zehn Jahren unwiederbringlich!

00:20:07: Das war Folge sieben der Strategic Briefings.

00:20:11: Mein Fazit in einem Satz Follow the Money ist als Waffe gegen organisierte Kriminalität richtig und überfällig.

00:20:19: Aber in einer Welt, in der der Staat dem Geld folgt ist die belegte Geschichte ihres Vermögens keine Bürokratie mehr sondern seine erste Verteidigungslinie.

00:20:29: Und wer sie jetzt in Ruhe aufbaut muss sie nie in Eile improvisieren!

00:20:34: Die Strategic Briefings sind und bleiben kostenfrei – Sie sind meine Arbeitsprobe.

00:20:39: Das schriftliche Briefing zur Folge finden Sie über den Link in der Beschreibung und wenn Sie diese Art der Einordnung für Ihre eigene Situation brauchen Auf gido-möller.com sehen Sie, wie ich mit Unternehmern, Investoren und Familien arbeite!

00:20:54: Und wenn in Ihrer Familie noch jemand lebt der die Geschichte des Familienvermögens erzählen kann führen sie dieses Gespräch bald.

00:21:02: Diese Folge dürfen Sie gern als Anlass weiterleiten.

00:21:05: Ich bin Gido Möller.

00:21:06: treffen Sie gute Entscheidung bis zum nächsten Briefing.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.